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Oberösterreich hatten wir in Sachen Kurzurlaub zugegeben nicht unbedingt auf dem Radar. Ein großer Fehler, wie wir vergangenes Wochenende feststellen durften. Das haben wir nämlich in einem äußerst idyllischen Fleckchen namens Neufelden, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Linz verbracht. Weil Catherines Geburtstag war und uns in diesem Jahr der Sinn nicht so nach wildem Partymarathon und Exzessen stand.

Ein gediegenes Wochenende sollte es werden, frei nach dem Motto: Raus aus der Stadt, zu Ruhe kommen, Kraft tanken und einfach mal Nichtstun. Abgesehen von Schlafen, Schlemmen und Wein Trinken. Dies war der Plan und es gibt wohl wenige Orte, die für unser Vorhaben besser geeignet wären, als der Mühltalhof der Familie Rachinger-Eckl.

Familie Rachinger, an dieser klingelt es bei dem ein oder anderen Kulinarik Experten unter euch eventuell. „Interessanteste Küche des Landes“ schreibt der Standard, A La Carte bezeichnet sie als „Aufsteiger des Jahres“ und von Gault Millau gabs 2015 erstmals 3 Hauben für die Kochkünste von Helmut und Philip Rachinger.

Kein Wunder jedenfalls, dass wir der charmanten Aufforderung gefolgt sind, uns einfach mal dem Können des Vater-Sohn Gespannes „auszuliefern“ und uns kulinarisch überraschen zu lassen. „Carte blanche“ nennt sich dieses Konzept im Mühltalhof.

Reinanke x Klarapfel x Sauerampfer x Ackersenf. Im Anschluss Steinpilze x Pfirsich x Mandeln x blaues Basilikum. Oder aber Seesaibling aus Wildkultur des Grundlsee x heiße Zedernschindel x Hollerbalsamessig x Sauerklee x Pininsalz. Gefolgt von Bressehuhn x Kürbis x Physalis x Süßkartoffeln. Und zum Abschluss Luftschokolade x Holler-Schokoeis x Hollerröster x Hollerkapern. Diese und weitere Grandiositäten bekamen wir also serviert. Mehr oder weniger simple Zutaten – so saisonal und regional wie nur irgend möglich – auf dem Teller dermaßen „geil“ zu kombinieren, dass dabei regelrechte Geschmacksexplosionen herauskommen, dies muss wahrlich eine Wissenschaft zu sein. Eine, die Helmut und Philip Rachinger bis in die Perfektion beherrschen. Keine Geschmackskomponente drängt sich zu sehr auf, keine geht unter. Innovativ, aber nicht abgehoben, experimentell aber durchaus stimmig und mit ganz charakteristischer „Kochlinie“. Wenn man das so nennen darf.

Als wären wir durch unser Mahl nicht schon beeindruckt genug gewesen, durften wir auch noch einen Blick hinter die Kulissen der Haubenküche werfen, mit Vater und Sohn plaudern und die neuesten Kreationen verkosten(„Entenfleisch-Irgendwas“ plus gekochte Quitte plus Weißbrot = wow, wow, wow), sondern konnten auch noch den ein oder anderen kulinarischen Insider Tipp für unseren Paris Trip ergattern. Dort, ebenso wie auch in London war Philip nämlich nach seiner Ausbildung im Steirereck als Koch tätig, bevor er wieder ins heimische Neufelden zurückgekehrt ist.

Fazit:

Der Mühltalhof hat uns mit seinem ganz besonderen Charme und der gemütlichen familiären Atmosphäre überzeugt. Stilistisch kategorisieren lässt sich die Einrichtung des Hauses nicht wirklich und auch die Gäste scheinen eher „bunt gemischt“. Wer viel Action und Dauerprogramm sucht, der mag im doch etwas abgeschieden liegenden Neufelden möglicherweise nicht ganz richtig sein; um Kraft zu tanken und sich kulinarisch nach Strich und Faden verwöhnen zu lassen jedoch, können wir euch den Mühltalhof absolut ans Herz legen!!

Beim Mühltalhof Restaurant von einem Geheimtipp zu sprechen wäre sicherlich tollkühn, aber bei einem Preis von 50 Euro für ein 4 Gänge Überraschungsmenü der Extraklasse, da kann sich die Anreise schon mal lohnen. Wir jedenfalls haben selten zuvor so gut gegessen!

// Vielen Dank für die Einladung.